Kerstin Hoebink

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Zwischenbericht, Kerstin Hoebink, Florida State University

Jetzt sind es nur noch vier Wochen, dann ist mein Jahr hier an der Florida State University schon vorbei. Ich kann kaum glauben wie schnell die Zeit verflogen ist!

Als ich Anfang August hier in Tallahassee angekommen bin, wurde ich hier direkt sehr freundlich von allen empfangen. Einer der Professoren aus dem German Department hat mich vom Flughafen abgeholt und die ersten zwei Wochen habe ich dann bei Courtney, einer der amerikanischen Studentinnen, übernachtet. Sie hat mir geholfen alle bürokratischen Hürden zu nehmen (Studentenausweis, Bankkonto, Social Security Card etc.) und mir den wunderschönen und riesigen Campus der FSU gezeigt. Außerdem habe ich durch das Leben in einer amerikanischen WG direkt einen Einblick in die ‚echte‘ amerikanische Kultur bekommen. Wir waren öfter zusammen essen, haben Jeopardy geguckt und waren bei Wakulla Springs – einer Süßwasserquelle, wo ich viele Alligatoren, Schildkröten und außergewöhnliche Vögel gesehen habe.

Nach der Orientation, bei der ich die anderen Teaching Assistants kennengelernt habe, konnte ich dann in meine Wohnung einziehen. Dort wohne ich mit Sandra, der VDAC Stipendiatin aus dem letzten Jahr, und zwei weiteren Mitbewohnern. Ich habe mein eigenes Bad (ein Luxus, den ich in Deutschland nie hatte) und besonders gut gefallen mir auch die vielen „amenities“ wie der Pool oder das Fitnessstudio. Das gute Wetter hier in Florida erlaubt es zum Glück, den Pool von März bis Oktober fast durchgängig zu nutzen.

Das erste Semester an der FSU war sehr aufregend. Gerade das Unterrichten war am Anfang eine Herausforderung. Es überrascht mich aber auch immer wieder, wieviel Freude es mir bereitet den amerikanischen Studenten Deutsch beizubringen. Ob bei unserem wöchentlichen Stammtisch oder im Unterricht, es ist immer wieder schön zu sehen wieviel die Studenten in nur einem Semester lernen. Letztes Jahr habe ich einen Deutsch 1 Kurs mit 16 Studenten unterrichtet, dieses Semester unterrichte ich zwei Deutsch 1 Kurse mit insgesamt 40 Studenten. Zusätzlich besuche ich selber Seminare, wie z.B. Deutscher Humor, Heldengeschichten oder Exilliteratur. Es ist interessant, die deutsche Kultur mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Uni ist hier ganz anders als in Deutschland, schon dadurch, dass das Department sehr klein ist und die Kurse mit 10-15 Studenten eine ganz andere Lernatmosphäre schaffen, aber auch dadurch, dass alle Seminare zweimal in der Woche stattfinden.

Ganz besonders gut gefällt mir auch der wunderschöne Campus mit den vielen Palmen und riesigen Grünflächen. Und auch wenn unser Büro im Keller ist, halte ich mich dort trotzdem gerne auf, um Zeit mit den anderen Teaching Assistants zu verbringen. Ich bin sehr froh, dass wir inzwischen zu einem richtigen Team geworden sind und auch außerhalb der Uni viel Zeit miteinander verbringen.

Obwohl das Unterrichten und meine eigenen Kurse sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, habe ich bisher auch Gelegenheit gehabt zu reisen und Tallahassee kennenzulernen. Anfang September war ich zum Beispiel über ein langes Wochenende in Savannah in Georgia, während der Weihnachtsferien habe ich Seattle und die Umgebung besucht und über Spring Break war ich in New York. Auch einige Orte an der Ostküste Floridas, wie z.B. West Palm Beach, Titusville oder St. Augustine, habe ich schon besucht. Ganz besonders gefallen hat mir auch St. George’s Island – eine Insel im Golf, die nicht weit von Tallahassee entfernt ist. Dort findet man weiße Sandstrände, Palmen und Delphine.

Unter der Woche oder am Wochenende gehe ich auch gerne mal essen. Tallahassee als Studentenstadt hat wirklich viele (auch lokale) Restaurants. Zudem habe ich natürlich auch schon mehrere der obligatorischen Footballspiele gesehen, habe eine Homecoming Parade angeschaut, bin beim 5-K „Turkey Trot“ gelaufen und bin zu verschiedenen Stadtfestivals gegangen. In Tallahassee kann man immer irgendeine Veranstaltung besuchen oder man kann auch einfach mal einen Ausflug in die nähere Umgebung machen, z.B. zum Little Grand Canyon in Georgia, wo wir wandern waren, oder nach Panama City Beach zum Strand.

Ich freue mich sehr, dass ich die Gelegenheit habe noch ein weiteres Jahr hier zu bleiben und hoffe, dass ich noch sehr viel mehr von Florida und den USA bereisen kann und viele weitere wunderbare Menschen kennenlernen werde.

Ansichten
Deutsch-Amerikanischer Freundeskreis Niederrhein
German-American Friends Niederrhein